Die Lebenspartnerschaft wird vor einem Standesbeamten geschlossen und den allgemeinen Wirkungen der Ehe nahezu gleichgestellt. Durch die Lebenspartnerschaft wird eine gegenseitige Unterhaltspflicht begründet. Genau wie Eheleute sind auch Lebenspartner dazu verpflichtet, sich Fürsorge und Unterstützung zu gewähren und ihr Leben gemeinsam zu gestalten.

Die Lebenspartner leben wie Eheleute im Güterstand der Zugewinngemeinschaft, wenn sie nicht durch Lebenspartnerschaftsvertrag etwas anderes vereinbaren. Es besteht daher jederzeit die Möglichkeit, die güterrechtlichen Verhältnisse durch einen Lebenspartnerschaftsvertrag frei zu regeln und Vereinbarungen hinsichtlich eines etwaigen Scheiterns der Lebenspartnerschaft aufzunehmen.

Auch haben Lebenspartner die Möglichkeit, einen gemeinsamen Namen festzulegen. Dabei darf der Partner, dessen Name nicht gewählt wird, seinen Namen dem gemeinsamen Namen anfügen oder voranstellen. Auch erhalten die Lebenspartner Mitentscheidungsbefugnisse hinsichtlich der im gemeinsamen Haushalt lebenden Kinder eines Partners, weiterhin die Möglichkeit der Stiefkind Adoption und ein gesetzliches Erb- und Pflichtteilsrecht.

Das Lebenspartnerschaftsgesetz (LPartG) führt den Versorgungsausgleich nach Aufhebung der Lebenspartnerschaft ein, und bezieht die Lebenspartnerschaft in die Hinterbliebenenversorgung ein. Die Satzungen der jeweiligen Versorgungsanstalten bleiben jedoch hinsichtlich der Einbeziehung des Lebenspartners in die Hinterbliebenenversorgung gesondert zu prüfen.

Das Bundesverfassungsgericht hat im Juni 2013 weiter entschieden, dass auch die Ausdehnung des sogenannten Ehegattensplittings auf die Lebenspartner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft zu erfolgen hat.

Die Lebenspartnerschaft wird nach den gesetzlichen Bestimmungen entweder durch Tod oder durch Aufhebungsurteil aufgelöst. In § 15 LPartG sind die Gründe wie folgt aufgeführt: § 15 LPartG.

Für den Antrag auf Aufhebung der Lebenspartnerschaft sind die Familiengerichte zuständig und es besteht Anwaltszwang. Das bedeutet, dass zumindest ein Lebenspartner anwaltlich vertreten sein muss.